zweitliebste reparatur an einem baron :)

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raffa69
Beiträge: 521
Registriert: Do 15. Feb 2007, 16:23

zweitliebste reparatur an einem baron :)

Beitrag von raffa69 »

was repariert der besitzer eines barons am liebsten (ausser a604)?
richtig - hintere fensterheber :)

bei mir ist es soweit.der motor ist nicht durchbebrannt (am spanungsabfall beim betätigen des schalters kann ich das beobachten).
der war auch nicht bei der ersten reparatur defekt.

ich habe nur eine frage: welches fett nimmt man am besten,damit das fnster in der führung richtig (und vor allem dauerhaft) flutscht?das fenster wurde nämlich immer langsamer (schätze,dass das fett was ich verwendet habe sich irgendwie verändert hat).

danke

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Dirk V6-Cabrio silbermet.
Beiträge: 102
Registriert: Fr 23. Feb 2007, 13:49

Beitrag von Dirk V6-Cabrio silbermet. »

Hallo Raffa,

ich schwöre auf das Liqui Moly MoS2-Langzeitfett. Mit dieser wunderbaren Schmiermasse habe ich letzten Sommer die ausgebauten, gereinigten, mit Kontaktspray und allen möglichen guten Worten bedachten hinteren Fensterheber wieder zum Funktionieren gebracht.

Bis zum Herbst - also ganze 4 Wochen. :evil:

Da wollte der linke Fensterheber nicht mehr - besser gesagt - er wollte schon, er konnte nur nicht mehr. Irgend etwas hat sich dort deutlich hörbar verklemmt. Nach nur einen halben Zentimeter geht es nicht weiter.

Ich bin inzwischen der Meinung, dass dieser beschissenen Konstruktion von Fensterheber mit Plastikzahnrädern und Seilzug selbst mit dem besten Fett nicht beizukommen ist. :cry:


Viele Grüße

Dirk

Glenmore

Beitrag von Glenmore »

Hallo

das beste was ich bei den hinteren Scheibenmotoren verwandt habe ist Ballistol Waffenspray, das kriecht in jede Ritze was man vom Fett nicht behaupten kann und es friert nicht ein, aber wie gesagt es ist nur meine Erfahrung.

Gruss

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raffa69
Beiträge: 521
Registriert: Do 15. Feb 2007, 16:23

Beitrag von raffa69 »

Glenmore hat geschrieben:Hallo

das beste was ich bei den hinteren Scheibenmotoren verwandt habe ist Ballistol Waffenspray, das kriecht in jede Ritze was man vom Fett nicht behaupten kann und es friert nicht ein, aber wie gesagt es ist nur meine Erfahrung.

Gruss
ballistol habe ich vor acht jahren bei der reanimation der beiden motoren verwendet :) hab sie drin gebadet und seitdem funktionieren sie.
was nicht funktioniert ist die mechanik der fenster selber.
ballistol bleibt aber nicht an der stahkonstruktion haften.es fliesst ja runter.

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bierdruck
Beiträge: 735
Registriert: Do 15. Feb 2007, 09:30

Beitrag von bierdruck »

raffa69 hat geschrieben: ballistol bleibt aber nicht an der stahkonstruktion haften.es fliesst ja runter.
Hast du schon mal ein Öl gesehen das an einer senkrechten Fläche in großen Mengen haftet? Warum ist Ballistol wohl Waffenöl? Weil es neutralisiert, Verharzungen von nicht geeigneten Ölen auflöst und in noch so kleine Ritzen kricht. Genau so gut löst es im Sommer Insektenreste von der Karosserie, und schützt im Winter Türschlösser und Gummiteile. Diese werden nicht hart, und es kann nicht einfrieren. Sogar Ledersitze kann man damit einsprühen, damit sie weich und geschmeidig bleiben.
Diskutiere niemals mit Idioten!
Die ziehen dich auf ihr Niveau runter -
und schlagen dich dann durch Erfahrung.

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Sammy
Beiträge: 836
Registriert: So 1. Apr 2007, 15:11

Beitrag von Sammy »

...und zur Fell- und Schweifpflege bei Pferden...
im Ernst, steht auf der Dose drauf :P
ich schwöre auch auf Balistol, nicht erst seit dem Wehrdienst, für filigrane Sachen ideal, zum reinigen der FH-Mechanik auch, aber zum Schmieren?
da muss wohl eher Fett her
89er 2,5ltr-Turbo, jetzt US-Version, blau-metalic mit friesisch-blauer Volllederausstattung *g

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raffa69
Beiträge: 521
Registriert: Do 15. Feb 2007, 16:23

Beitrag von raffa69 »

bierdruck hat geschrieben:
raffa69 hat geschrieben: ballistol bleibt aber nicht an der stahkonstruktion haften.es fliesst ja runter.
Hast du schon mal ein Öl gesehen das an einer senkrechten Fläche in großen Mengen haftet?
deswegen habe ich geschreiben dass es ja runterfliesst :) wenn ich es nicht wissen würde,dann würde ich glenmore für den tipp danken, morgen ´ne flasche ballistol kaufen,fenster auseinander bauen,schiene einölen und mich wundern warum es nicht an der schiene haften bleibt :) :) :)

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omafits
Beiträge: 4084
Registriert: Mo 16. Jul 2007, 12:44

Beitrag von omafits »

Reinigen mit Balistol und dann wider gut einfetten, ich nehme Kupferpaste dafür, hatt den vorteil das die bei wärme nicht zerläuft, und was an Bremsen nach jahren nich verharzt wird es an den Fensterhebermotoren auch nicht :lol:
1989 TC Turbo

Plymouth

Beitrag von Plymouth »

bierdruck hat geschrieben:
raffa69 hat geschrieben: ballistol bleibt aber nicht an der stahkonstruktion haften.es fliesst ja runter.
Hast du schon mal ein Öl gesehen das an einer senkrechten Fläche in großen Mengen haftet? Warum ist Ballistol wohl Waffenöl? Weil es neutralisiert, Verharzungen von nicht geeigneten Ölen auflöst und in noch so kleine Ritzen kricht. Genau so gut löst es im Sommer Insektenreste von der Karosserie, und schützt im Winter Türschlösser und Gummiteile. Diese werden nicht hart, und es kann nicht einfrieren. Sogar Ledersitze kann man damit einsprühen, damit sie weich und geschmeidig bleiben.

Klar Kettenfett in der Spraydose für Motorradketten !! :shock:

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omafits
Beiträge: 4084
Registriert: Mo 16. Jul 2007, 12:44

Beitrag von omafits »

Oel nicht Fett :!: :!: :lol:
1989 TC Turbo

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ilbaron
Beiträge: 409
Registriert: Do 15. Feb 2007, 02:37
Kontaktdaten:

Beitrag von ilbaron »

omafits hat geschrieben:Oel nicht Fett :!: :!: :lol:
Klar doch. :D

Jeder Motorradfahrer, ohne Kardan und Riemen, hat "Kettenöl" 8)
lg
ludwig

andre

Beitrag von andre »

Hi,
gaaanz ruhig, Brauner... (auch wenn dein Schweif durch Balistol glänzt)

Das Zeug -Kriechöl im allgemeinen- ist schon ein Wunderzeug. Aber es eignet sich nicht für alle Bereiche.
Mit Leder wäre ich vorsichtig. Da wird es das Leder verkleben und die Atmungsaktivität behindern. Danach sitzt man wie auf Plastik. Anders ist das mit dem im Sattlerbetrieb verwendete Brandleder. Das wird sowieso in Öl gekocht.

Für technische Konstruktionen (also für alle die kein kleines Pferd hinter der Verkleidung haben) ist Krichül prima um die Mechanik wieder gangbar zu machen. Hat das Zeug seine Macht ausgespielt, sollte man es wieder weitgehend entfernen und sich Gedanken um eine dauerhafte Schmierung machen. Da bieten sich Schmiermittel die auf Kunststoffgranulaten (Delerinhaltige Schmiermittel) basieren sehr gut an. Die verharzen nicht und sind thermisch deutlich unempfindlicher. Aber ein gutes Wasserpumpenfett (sparsam aufgetragen) verrichtet seinen dienst auch über viele Jahre.

Kriechöl im Elektromotoren ist eine suboptimale Lösung. Da das Zeug in wirklich alle Ritzen kriecht, sprengt es manchmal locker sitzende Wicklungen. Das Ergebnis ist dann fatal. Aber immer legt sich ein Film über den Kommutator und tränkt die Kohlen; auch Sintherkohlen. Dadurch nimmt das Kohlefeuer zu, die Kohlen werden heiss, das Öl tritt aus, verbrennt auf den Kontaktflächen und brennt sich in das Kupfer. Das erhöht den Übergangswiderstand und so weiter...
Wenn man aber direkt nach dem Bad den Motor auseinander nimmt und mit Leichtbenzin gut auswäscht, dann macht man dem Motor was Gutes ;-)

Ciao
Andre

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