Ausschalten während Fahrt

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Ploppysator
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Ausschalten während Fahrt

Beitrag von Ploppysator »

Hallo Leutz

Gestern und heute bin ich mit dem Daytona (92er 2,5 Liter Intercooler) je etwa 600 km weit gefahren. Nach 250 km Weg einmal und 170 km Weg das andere Mal, schaltet das Auto gei gemütlicher Fahrt mit einmal gut 200 km/h und einmal gut 160 km/h einfach aus :shock: . Sofortiges Wiederanwerfen geht nicht, ich konnte beide Mal gerade noch auf dem Pannenstreifen ausrollen. Symptom ist zwar ähnlich wie das Hallgeber Problem, nur: Das Auto zeigt keinen Fehler an (nur den 12er und 55er, sonst nichts) und die 20 Minuten warten bis das Auto wieder anspringt entfällt :? .Die Temperaturanzeige lag einmal bei 1/4 und das andere Mal bei 1/2, Oeldruck beide Male bei 1/4, kein Wasser- und Oelverbrauch.

Jedoch: Gleich nach dem Anhalten zeigte sich folgendes: Zündschlüssel nach ganz links gedreht und wieder nach rechts: Keine "Check Engine" Lampe leuchtet, aber Radio bleibt an, Innenlicht geht etc.. Zündschlossdiagnose geht zuerst gar nicht (weil eben diese Leuchte nicht angeht). Erst nach ca. 1 Minute warten, erscheint das gewohnte Lämpchen, aber es wird kein Fehler und kein Problem angezeigt.

Sobald "Check Engine" wieder erscheint, springt das Auto problemlos wieder an. Ich bin mit diesem Auto jetzt seit September weit über 10000 km ohne jeglichen Aussetzer gefahren.

Kann das doch der Hallgeber- oder das ADS Relais sein, oder worauf tippt ihr?

Gruss

Ploppy
1975er Pontiac Ventura Coupé
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1993er Chrysler LeBaron 3.0 LX ;-)

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arnd
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Beitrag von arnd »

Kann alles mögliche sein. Ich hatte mal ein identisches Verhalten an meinem VW T4. Der Wagen lief ganz normal, schaltete sich aber während der Fahrt einfach ab. Keinerlei Infos im Fehlerspeicher :-(
Hat VW einige Zeit mit verbracht und nichts gefunden. Der Wagen stand dann über 2 Wochen beim Boschdienst. Ich wollte den Wagen in dem Zustand so oder so nicht mehr fahren. Scheiß Gefühl plötzlich ohne Vortrieb auf der linken Spur :evil: Der eigentliche Fehler war dann ein kleiner defekter Schalter am Lenker. Dieser sorgte ab und zu für einen Kurzschluss der dann auch direkt den Fehlerspeicher löschte
Nach dem Wechsel des Schalters lief die Kiste problemlos. Nur der Käufer wird sich über den gekappten Kabelbaum mit massenhaft Sicherungen gewundert haben. Die hatte der Boschdienst-Chef dort reingebastelt um den Fehler zu finden. Hat sich damals richtig in dem Wagen verbissen und es als persönliche Herausforderung genommen das Problem zu finden...

Gruß Arnd
Le Baron Cabrio 3,0 V6 automatik, BJ 1991

Hoggi
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Beitrag von Hoggi »

Hi Ploppy,

ja, kann alles mögliche sein...aber die üblichen Verdächtigen sind zuerst doch immer das ASD-Relais und der Hallgeber.

Das ASD-Relais kriegst Du für 3 Euro bei CONRAD nachgeschmissen, sollte jeder immer eins dabeihaben. Tausch auf Verdacht.

Einen Hallsensor habe ich auch immer neu dabei. Meist ist wohl bloß das Kabel gebrochen.

Seltsam, das mit der Check Engine Lampe. Solltest auch alle Massenpunkte überprüfen. Es gibt so ca. 6 davon. Wenn einer davon korrodiert oder abgerissen ist, kann das die allerseltsamsten Effekte haben.

Viel Glück,

H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

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Ploppysator
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Beitrag von Ploppysator »

Hat der 92er 2,5 Liter kein ASD Relais, ich finde nix solches, oder steckt das Ding nicht im Relaiskasten?

Heute stellt mir die Kiste wieder ab, wenigstens bei nur 100 km/h, nach 220 km Fahrt, 30 km vor zuHause, aber trotzdem doof. Wieder vergehen 2-3 Minuten bis die Check Engine Leuchte wieder angeht. Gibt es bei den ECMs eine Art Rebootfprozedur ;-)
Error: nur die 12+55, also nix. Kabel zum Hallgeber sind neu, das Teil wurde, so wie es aussieht, erst ersetzt.
Wie kann ich die Funktionalität des Hallgebers prüfen, wie sieht man, ob der "durch" ist und kann der irgendwie gereinigt werden?

THX und Gruss

Ploppy
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Hoggi
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Beitrag von Hoggi »

Doch, klar hast Du ein ASD-Relais, ist in der Gegend vom linken Dom, aber nicht am Dom, sondern am Kotflügel. Müßte "Klack" machen, wenn Du die Zündung einschaltest, und wieder abfallen, wenn die Benzinpumpe ausgeht vor dem Start, weißt schon. Sollte eine etwas dickere rote Zuleitung haben.

Man hat nicht immer eine Fehlermeldung, wenn was kaputt ist.

Hallgeber kannst Du eigentlich nicht prüfen. Wenn das Auto startet, ist er auf jeden Fall ok...in diesem Moment. Später, wenn er warm wird, kann er ausfallen. Wobei ich eigentlich glaube, daß da eigentlich ein Kabel gebrochen ist und die Stelle aufgeht, wenn die Gummi-Isolierung weich wird. Aber egal...jeder sollte so ein wichtiges Teil als Ersatz dabeihaben und dann auf Verdacht tauschen können. Wenn es nix bringt, weiß man wenigstens, daß man jetzt ziemlich sicher ZWEI funktionierende Hallsensoren besitzt....ist doch auch was.

Viel Glück,

H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

Hoggi
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Beitrag von Hoggi »

Also eigentlich kann der Fehler bei Dir nichts mit ASD oder Hall zu tun haben...weil die Check Engine Lampe sich so seltsam verhält.

Ich tippe echt auf Massenproblem oder auf ein Problem mit dem dicken Stecker auf dem ECM.

H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

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Ploppysator
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Beitrag von Ploppysator »

Ich bin jetzt 2000 km gefahren, ohne Absteller. Da ich aber nicht über 160 gefahren bin (Schweiz), vermute ich nun, dass es mit er Temperatur zusammenhängt.

Wenn ich mehr rausfinde, poste ich es.

Gruss

Ploppy
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Ploppysator
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Beitrag von Ploppysator »

Lange ist's her, bin mittlerweile 10tausende Kilometer ohne Aussetzer gefahren, aber die letzten Paar Tage stellte mir das Teil 2x an den dümmsten Stellen einfach ab. Wieder: Keine Check engine Leuchte während Minuten. Aber es liegt nicht wie vermutet an der Temperatur, denn ich fand raus, wo der Wurm drin ist: der Stecker zum ECU ist trotz reingeschraubt lose gewesen. Sobald Auto aus, mache ich die Haube auf, springe nach vorne, drücke den Stecker fester ran und dann kommt die Check Engine lampe sofort wieder. Ich habe jetzt Kontaktspray auf die Stifte des ECU gesprüht und die Schraube ultra fest angeschraubt (ich werde fluchen, wenn ich die mal wieder lösen muss).

Falls das Auto wieder aussetzt, werde ich den Stecker mit einem Textilklebeband festmachen. Auf jeden Fall ist das Problem lokaliesiert.
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Hoggi
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Beitrag von Hoggi »

Na also.....

Der Stecker soll mit einem genauen Drehmoment angezogen werden. Außerdem muß da auf die einzelnen Kontakte ein Spezialfett, das Kondenswasser abweist.

Schönen Gruß,

H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

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Ploppysator
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Beitrag von Ploppysator »

Hoggi hat geschrieben:Na also.....

Der Stecker soll mit einem genauen Drehmoment angezogen werden. Außerdem muß da auf die einzelnen Kontakte ein Spezialfett, das Kondenswasser abweist.

Schönen Gruß,

H.
Danke

Das mit dem Fett macht sinn, die Stifte sehen tw. schon korrodiert aus, bekommt man so was im Baumarkt ;-) ?

Darf der Stecker, wenn voll angezogen ist, wackeln? Beim Baron tut er nicht und beim anderen Daytona kann ich nicht nachschauen gehen.

THX und Gruss

Ploppy
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Frank N.
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Beitrag von Frank N. »

hallo,

da würde ich Kupferfett empfehlen...

viele Grüße

Frank N.

Hoggi
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Beitrag von Hoggi »

Es gibt so "Kontaktschutzfett". Wahrscheinlich die kleine zarte Schwester vom Polschutzfett.

H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

Uli
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Beitrag von Uli »

Frank N. hat geschrieben:hallo,

da würde ich Kupferfett empfehlen...

viele Grüße

Frank N.

K U P F E R F E T T zwischen elektische Kontakte ??????

Also...... zwischen welche, die galvanisch getrennt sein sollen ?

Ähm, würde ich auf keinen Fall tun.

mfg

Ploetsch10

Frank N.
Beiträge: 72
Registriert: Fr 15. Jun 2007, 20:57

Beitrag von Frank N. »

hallo,

aus Wikipedia

Heißschrauben-Compound zeichnet sich durch eine hohe Schmier- und Trennwirkung, hohe Druckbeständigkeit, gute elektrische und Wärmeleitfähigkeit, guter Haftfestigkeit und einem hohen Anteil an Festschmierstoffen (überwiegend Metallpulver) aus. Damit ergibt sich eine gute Dichtwirkung. Sie kann bei Temperaturen von -30 °C bis +1300 °C eingesetzt werden und ist beständig gegen Witterung, Feuchte und auch aggressive chemische Umgebung oder korrosiv wirkende Gase. Dies verhindert auch Festbrennen und Festrosten.

...und wenn ich noch hinzufügen darf, ich verwende das Zeugs ohne Probleme.

viele Grüße

Frank N.

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