Kurbelwelle undicht

Technische Fragen an die Gemeinde....

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peterle
Beiträge: 774
Registriert: So 25. Mär 2007, 22:26

Kurbelwelle undicht

Beitrag von peterle »

Sollte der Kubelwellensimmering undicht sein, gibt es neben eine Tausch auch andere Möglichkeiten, diesen abzudichten? Angeblich soll es einen Ölzusatz geben? Hat jemand Erfahrung damit gemacht oder weiß darüber Bescheid? Was hat das für Auswirkungen auf Motor, Kupplung, Getriebe etc.? Bleibt einem ein Tausch dadurch überhaupt erspart?

Peter Laub
Beiträge: 391
Registriert: Do 15. Feb 2007, 08:57

Beitrag von Peter Laub »

Bleibt einem ein Tausch dadurch überhaupt erspart?
NEIN
(3.0 Conv. , Bj.1993, mit AHK, Handschaltung) verkauft ; Renault VelSatis 2.2dci FAP Initiale , Bj.2005; Moto Guzzi 850 T4, Bj.1982; MG Stelvio 1200 8V

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peterle
Beiträge: 774
Registriert: So 25. Mär 2007, 22:26

Beitrag von peterle »

Also nur ein Hinauszögern des Problems bzw. Einschränkung des Ölverlustes? Wie lange kann das gutgehen ohne Probleme für die Kupplung bzw. das Getriebe?

Peter Laub
Beiträge: 391
Registriert: Do 15. Feb 2007, 08:57

Beitrag von Peter Laub »

Wie lange kann das gutgehen ohne Probleme für die Kupplung bzw. das Getriebe?
...schätzungsweise 5 - 50.000 km
(3.0 Conv. , Bj.1993, mit AHK, Handschaltung) verkauft ; Renault VelSatis 2.2dci FAP Initiale , Bj.2005; Moto Guzzi 850 T4, Bj.1982; MG Stelvio 1200 8V

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Der Messias
Beiträge: 375
Registriert: Fr 19. Feb 2010, 18:31

Beitrag von Der Messias »

Meiner Meihnung nach sind diese Produkte für den Popo
Sind meisten von der Konsistenz dick wie Bienenhonig und sollen dadurch kleine Risse oder undichte Stellen verschliessen.Kann ja sein das sie das machen,aber unter anderem schliessen sie auch auf Dauer kleine Ölkanäle
Schwarzes Schlitzauge BJ 94 3LV6
grünes Schlitzauge Bj95 3LV6

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omafits
Beiträge: 4084
Registriert: Mo 16. Jul 2007, 12:44

Beitrag von omafits »

Also ich persönlich benutze das zeug auch Oelleckstop :wink:
Es hilft nicht immer aber doch zu 90 % macht alte Dichtungen wider frisch und hatt bis jetzt noch kein kanal verstopft , :wink:
Und für 9€ ist es nen versuch wert :lol:
1989 TC Turbo

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peterle
Beiträge: 774
Registriert: So 25. Mär 2007, 22:26

Beitrag von peterle »

Peter Laub hat geschrieben:
Wie lange kann das gutgehen ohne Probleme für die Kupplung bzw. das Getriebe?
...schätzungsweise 5 - 50.000 km
Bei meiner jährlichen Fahrleistung vpn ca. 1500-2000km wäre damit ja noch eine lange Lebensdauer möglich bzw. eine späte Generalreparatur. Lieber wäre mir natürlich eine sofortige Behebung. Mein Privatmechaniker sieht allerdings viel Arbeit dadurch auf sich zukommen und würde die Variante mit dem Dichtmittel vorschlagen. Kostengünstiger wäre diese ja und wenn es über Jahre oder KM hilft warum nicht, wenn sich dadurch nicht zusätzliche technische Probleme dadurch ergeben.

walter_hermes
Beiträge: 473
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 22:12

Beitrag von walter_hermes »

Hi Peterle,
die Simmerringe sollten raus.
Alle, die ich bisher wechseln musste,
waren steinhart und angefressen.
Lange damit zu fahren, bedeutet, viel
Ölsauerei mit Nachschütten, usw.
Zudem werden die Wellendichtflächen,
auf denen die Dichtlippen laufen, langsam
aber sicher zerstört (Rillen und erhöhte Rauhigkeit).
Eine Möglichkeit besteht, wenn die Ringe noch
nicht völlig ausgestiegen sind, aber das ist eine Kostenfrage:
die Verwendung von Motorrad-Synthetiköl.
Diese Öle enthalten spezielle Weichmacher-Additive,
die die Simmerringe im Zweiradmotor geschmeidig
halten sollen. Nebeneffekt ist auch, dass die Ventilabdichtungen
wieder elastisch werden und sich der Ölverbrauch reduziert.
Diese Methode wird sehr erfolgreich bei den 1800/2000er BMW`s
angewendet und ihnen der Blaurauch abgewöhnt.
Gruß
Walter
Vorerst keine Barone mehr, nur noch wenige Ersatzteile
DB E- Klasse S 211 T-Modell, VW T4,
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peterle
Beiträge: 774
Registriert: So 25. Mär 2007, 22:26

Beitrag von peterle »

Hallo Walter!
Ich schätze Deinen fachmännischen Kommentar. Ich möchte das Übel aber Schritt für Schritt beseitigen und das so kostengünstig wie möglich. Wie schon berichtet, ist die jährliche Fahrleistung vergleichbar gering. Mir wurde deshalb von WYNN`S das Ölleck-Stop Mittel empfohlen. Ich bin schon auf die Wirkung gespannt. Hoffentlich verschlechtert es die technische Situation nicht. Finanziell ist es im Vergleich zu einem Simmeringwechsel bei der Kurbelwelle ein Klacks (€ 17,50).

Grüße nach Niederbayern!
Peter

walter_hermes
Beiträge: 473
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 22:12

Beitrag von walter_hermes »

Hi Peter,
meine Antwort ist vermutlich nicht rausgegangen, drum nochmals:
So hatte ich es gemeint. Wenn der Zusatz was bringt, sind
die SiRis noch halbwegs ok, wenns nix bringt, dann raus, denk ich.
Übrigens, kontrolliere mal PCV-Ventil, bzw. den Luftfilter auf
Verölung. Erhöhter Kurbelgehäuse-Überdruck wirft das Öl
dann selbst durch neue SiRis.
Viel Erfolg.
gruß Walter
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peterle
Beiträge: 774
Registriert: So 25. Mär 2007, 22:26

Beitrag von peterle »

Der Luftfilter war beim letzten Service nicht so arg verölt. Ein wenig halt. Vorallem der schwamige, kleine, viereckige Filter davor, ich glaube der der von der Entlüftung die vom Ventildeckelgehäuse kommt (Nockenwelle???) hatte einiges Öl in sich.

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peterle
Beiträge: 774
Registriert: So 25. Mär 2007, 22:26

Beitrag von peterle »

walter_hermes hat geschrieben:Hi Peter,
meine Antwort ist vermutlich nicht rausgegangen, drum nochmals:
So hatte ich es gemeint. Wenn der Zusatz was bringt, sind
die SiRis noch halbwegs ok, wenns nix bringt, dann raus, denk ich.
Übrigens, kontrolliere mal PCV-Ventil, bzw. den Luftfilter auf
Verölung. Erhöhter Kurbelgehäuse-Überdruck wirft das Öl
dann selbst durch neue SiRis.
Viel Erfolg.
gruß Walter
Wodurch entrsteht ein überhöhter Kurbelgehäuse-Überdruck und wie ist dieser mess- bzw. feststellbar?

walter_hermes
Beiträge: 473
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 22:12

Beitrag von walter_hermes »

Hi peter,
da gibt es verschiedene Ursachen.
Generell arbeiten die Kolben aufgrund ihrer Abwärtsbewegung
quasi als Kompressor, ist normal. Somit entsteht generell ein
Überdruck im Kurbelbereich.
Dieser wird abgeleitet in den Ansaugtrakt.
Erhöhter Druck entsteht, wenn die Ableitung gestört ist (PCV-Ventil
oder Leitungsbereich).
Eine andere ist, wenn Verbrennungsdruck
an den Kolbenringen vorbei marschiert (Verschleiß).
Das bedeutet, dass, wie auch im nachfolgenden Punkt,
zuviel Motoröl mit marschiert und den Luftfilter verölt.
Letztlich kann ein zu hoher Ölstand das auch begünstigen,
schließe ich aber hier mal aus.
Wie gesagt, das muss nicht die Ursache sein für deine
momentane Ölleckage, meist sind es ja die SiRis.
Über Messwerte kann ich keine Aussagen machen,
aber schau dir auf jeden Fall mal den Luftfilter und das PCV an,
ob das nicht ölverklebt ist.
Gruß Walter
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peterle
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Registriert: So 25. Mär 2007, 22:26

Beitrag von peterle »

Eine Menge Wissenwertes, was man von Dir da lernen kann. Ich bin ja nur Laie, aber anhand Deiner Beschreibung ist das eine oder andere auch begreiflich für mich.

Danke!

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peterle
Beiträge: 774
Registriert: So 25. Mär 2007, 22:26

Beitrag von peterle »

Der Motor sieft nach wie vor Öl. Die Beigabe des Dichtmittels hat sich bisher nicht positiv bemerkbar gemacht. Es werden wohl doch die Kurbelwellensimmeringe zu wechseln sein und dann auch gleich die Ölwannendichtung etc. was bei dieser umfangreichen Arbeit noch sinnvoll erscheint. Nachdem der Mechaniker ca. 2 Tage für die zeitaufwendige Repartur rechnet, werde ich, nachdem ich sowieso nicht soviele KM jährlich fahre, die Reparatur auf Saisonende verlegen, wo er dann auch wieder rmehr Zeit hat. Ich hoffe, dass sich bis dahin dadurch der technische Zustand des Motors nicht verschlechtert. Ich werde eben regelmäßig Öl kontrollieren.
Reparieren möchte ich diesen Mangel schon lassen, denn den Wagen werde ich behalten, da auch meine Tochter gerne damit fährt und ich diese Ölflecken vor und in der Garage nicht mehr haben möchte. Also muss weiterhin in das "Hobby" investiert werden. Wäre auch ein schöner Urlaub mit diesem Geld möglich, aber was soll´s, dafür habe ich ja sonst keine Laster.

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